Sonntag, 23. September 2007Zimmer 1408(Spoiler ahead) Ein Buchautor recherchiert für sein neues Buch, übernachtet in einem Hotelzimmer und wird durch Halluzinationen mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Es hätte ja so schön sein können. Der Plot basiert auf Stephen King, was einige Motive erklärt, die in jedem zweiten Buch von King auftauchen (das sage ich als jemand, der Stephen King obsessiv und kiloweise liest). Da ist erstens der Buchautor mit Alkoholproblemen, noch eindeutiger war die Selbstreferenz wohl nur in "Der dunkle Turm". Dann sind da immer klaustrophobisch werdendere Hotelzimmer, auch immer gerne genommen. Von selbst funktionierende Elektrogeräte, halb transparente Geister, Türgucklöcher und plötzlich im Spiegel hinter einem auftauchende Horrorfiguren. Nein, von den Ideen kann mich der Film nicht begeistern. Sogar die Kameraeinstellungen sind weitestgehend unspannend. Der weitläufige Blick aus dem Fenster, der Zoom aufs Gesicht, wenn der Held sich etwas genauer ansieht, die unvermeidliche Duschvorhang-aufzieh-Szene.. alles schon gesehen. Aber das wäre nicht so schlimm, denn ein Film kann ja ganz gut sein, auch wenn er nicht vor neuen Ideen strotzt. Schlimmer ist, dass der Film so stark nachlässt. Bei der Szene ziemlich am Anfang, wo Michael am Fenster steht und sich selbst im Fenster gegenüber sieht, da hatte ich Hoffnung. Man sieht zum ersten Mal diesen "Killer", der aber nie weiter aufgeklärt wird. Der ist einfach da. Weil das Zimmer halt böse ist. Aber spätestens wenn Michael beinahe ertrinkt und im Krankenhaus wieder aufwacht wird der Film komplett langweilig. Eine gefühlte Ewigkeit wird angespielt darauf, dass Michael immer noch im Zimmer ist, ständig laufen bekannte Figuren durchs Bild und "1408" taucht überall auf. Wer wirklich noch überrascht war, als die Handlung wieder im Zimmer landete, ist wohl schon leicht eingenickt. Und wo wir beim einnicken sind. Der Aufhänger, seine tragische Familiengeschichte, ist an Langeweile kaum zu überbieten. Ganz cool war, dass die Frau mit dem Kinderwagen die in das Zimmer neben seinem ging seine Frau war, aber warum es für die Story relevant war, dass er irgendwelche Probleme mit seinem Daddy hat, ist mir bis jetzt nicht klar. Aber es ist ja auch nicht alles schlecht, denn der Film war ja situativ durchaus spannend. Ein paar Schreckensmomente waren ja drin und die Situation ist zugegebenermaßen beklemmend. Dazu kommen die hervorragenden schauspielerischen Leistungen und die sehr gute Kamera. Das reißt es allerdings nicht raus. Nach einem guten Start hat mich der Film nicht packen können. Eine weitere Stephen King-Verfilmung, die nicht gelungen ist, auch wenn sie nicht die schlechteste von allen ist. Vier Totenköpfe. Samstag, 5. Mai 2007FilmstöckchenMir mangelt es eh gerade an Ideen für einen Beitrag, da wurde mir von der wunderbaren Doktorin zeitlich genau passend das Filmstöckchen zugeworfen.
Ein Film, den du mehr als zehnmal gesehen hast:Southpark - The Movie. Ich bin nicht stolz darauf, aber auch nach dem 50ten Mal kann mich die englische Version noch amüsieren. Die deutsche habe ich übrigens nach der Hälfte abgeschaltet. Außerdem fällt mir spontan Pulp Fiction ein. "Täglich grüßt das Murmeltier" dürfte auch in die zahlenmäßige Richtung kommen, außerdem "Leon - Der Profi" und die ersten paar Star Wars-Teile. Den du mehrfach im Kino gesehen hast:Star Wars - Episode 3. Aber auch nur weil ich zwei verschiedenen Leuten zeitlich unkorreliert versprochen habe mit ihnen rein zu gehen. Kino ist mir zu teuer um zweimal für dasselbe zu bezahlen. Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen:Ich bin großer Fan von Brad Pitt und hoffe inständig, dass das nicht von bisher unentdeckter Homosexualität herrührt. Von weiblicher Seite finde ich Nathalie Portman wahnsinnig sexy, was vermutlich so ist weil ich gelesen habe, dass sie höchst intelligent sein soll. Und Intelligenz ist bei mir quasi das einzige Kriterium das bei Frauen zählt. Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen:Richard Gere. Ich kann den Typ nicht leiden. Vermutlich weil ich mich bei jedem Film mit ihm bisher tödlich gelangweilt habe. Ein Film, aus dem du regelmäßig zitierst:Ich bin schon so gesellschaftlich untragbar genug. Wenn ich jetzt auch noch anfange aus Filmen zu zitieren sprengt mein Geek-Rating die Skala und mich guckt endgültig niemand mehr auch nur mit dem Arsch an. Filmmusical, von dem du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt:Das gibt es nicht. Von Grease kenne ich 1-2 Songs, von Southpark - The Movie dagegen alle. Das zählt aber vermutlich nicht als Musical. Ein Film, bei dem du mitgesungen hast:Wieder Southpark. Ansonsten bin ich so ein schwacher Sänger, dass es mir sogar alleine peinlich wäre. Den jeder gesehen haben sollte:Da gibt es einige, unter anderem Pulp Fiction, The Shining, Matrix, Memento, American History X und vor allem: Requiem for a Dream. Den du besitzt:Keine. Ich sehe keinen Sinn darin mir Filme ins Regal zu stellen. Wenn ich mal einen Film wieder sehen will leihe ich ihn mir aus. Da komme ich im Schnitt billiger weg. Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat:Wie die Doktorin finde ich Christian Ulmen großartig. Schon einmal einen Film in einem drive-in gesehen?Nein, wozu? Schon mal im Kino geknutscht?Das ist so klischee, das wäre mir schon deswegen viel zu dämlich. Ein Film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist?Psycho, Alien, Clockwork Orange und bestimmt viele mehr. Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?Niemals, man bekommt ja kein Geld zurück wenn man wieder geht. Da wird alleine aus Geizgründen jeder noch so miese Film durchgehalten. Ein Film, der dich zum weinen gebracht hat:Wüsste nicht dass das je passiert ist. Die einzige Situation wo ich jemals zumindest angerührt war, war die Szene aus Herr der Ringe 3, wo Aragorn gekrönt wird. Vielleicht zählt Requiem for a Dream auch noch mit, auch wenn es da gegen Ende eher beklemmende Bestürzung war. Aber ich mag nicht ausschließen dass da Ansätze von Tränen bei waren, getarnt als Entsetzen. Popcorn?Passiert schonmal, aber eigentlich eher nicht. Wie oft gehst du ins Kino?Selten bis nie, im Schnitt vielleicht 6 Mal im Jahr. Mir ist Kino einfach zu teuer. Nicht absolut, diese paar Euro kann ich wohl verkraften. Aber irgendwie habe ich immer das Gefühl für das Geld nicht genug zu bekommen. Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?The da Vinci Code. Und er war schrecklich. Dein Lieblingsgenre?Ich bin Fan der Extreme, ein Film muss für mich eine Richtung haben. Ich kann mich nicht mit einer Mischung anfreunden, wo ein bischen von allem drin ist. Dann lieber nur ein Element, dafür richtig. Sowas wie Saw finde ich gut, weil es keine andere Anspruch erhebt als grausam und beklemmend zu sein. The Grudge (Die Originalversion!!) und The Shining finde ich großartig, da wird nicht groß rumgealbert, man kriegt die volle Ladung Horror. Aber auch einfach seichte Unterhaltung finde ich gut, solange es keine anderen Anspruch erhebt. Monster AG, Something about Mary, Täglich grüßt das Murmeltier usw. kann ich durchaus gut finden. Wobei das Murmeltier am Ende auch ein bischen zu schnulzig wird. Wenn ich aber trotzdem ein Genre rauspicken müsste wäre es wohl Horror, mystisch angehaucht. LOST mit Elementen The Grudge wäre quasi perfekt. Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?Keine Ahnung, mit Sicherheit irgendwas von diesen Disneyfilmen. Das Djungelbuch vermutlich. Aktiv erinnern kann ich mich an Die Flintstones und Jumanji. Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?Von Borat hatte ich mir mehr versprochen, aber richtig enttäuscht war ich von praktisch allen dieser alten Western. High Noon zum Beispiel. Furchtbar langweilig. Der merkwürdigste Film, den du mochtest?Wie die Doktorin fand ich Garden State großartig (Nathalie Portman, yeah!). Aber auch alle Tarantino-Filme sind wohl seltsam genug um zu dieser Frage zu passen. Außer vielleicht Four Rooms, der war zwar trashig aber zu albern um toll zu sein. Und Fear and Loathing in Las Vegas, den ich bis heute nichtmal im Ansatz begreife. Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?The Grudge, Shining (die Neuverfilmung) und Requiem for a Dream, in der Reihenfolge. Achja, The Ring war auch gut. Was war der lustigste Film, denn du je gesehen hast?Mystery Science Theatre 3000. Der lässt zwar stark nach, aber ansonsten ist das der erste und einzige Film, bei dem ich tatsächlich in bedrohliche Atemnot geraten bin. Nicht metaphorisch gemeint, ich hatte ernsthaft für mehrere Sekunden Angst ohnmächtig zu werden.
So, das solls gewesen sein. Bevor ich jetzt wieder sinnvolleren Aktivitäten im Bereich des Fernsehsessels nachgehe, pfeffere ich das Stöckchen Babytux an den Schädel, dem einizgen aus meinem Blogroll, von dem ich sicher weiß dass er sich nicht zu fein dafür ist Stöckchen zu beantworten ;) |
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