Donnerstag, 20. Dezember 2007Lieber Herr NintendoMario and Luigi: Partners in Time ist ein schönes Spiel. Ehrlich. Es ist gerade anspruchsvoll genug um zumindest rudimentäre Konzentration aufbringen zu müssen, aber auch nicht zu schwer. Die Grafik ist schön quietschbunt und die Rätsel sind nett, nicht allzu schwer und auch nicht frustrierend. Was nervt, was WIRKLICH NERVT ist diese unfassbare langatmigkeit, die mich bis jetzt noch nie so auf die Palme gebracht hat wie bei diesem Spiel. Die Zwischensequenzen sind zahlreich und lang. Dabei sind die Informationen, die man dabei bekommt fast nie wichtig. Meistens wird etwas erklärt, was man eh schon längst weiß. Schlimmer ist nur noch dieser unfassbar dämliche running Gag, bei dem Luigi immer irgendwas auf die Birne kriegt, Baby-Luigi irgendwo stehen lässt, feige flieht oder vor sich hin stolpert. Das ist schon nach dem ersten Mal langweilig und sogar running Gags müssen einigermaßen überraschend kommen, damit sie zünden. Wenn das Spiel mal wieder von einer langweiligen Zwischensequenz unterbrochen wird und man schon weiß, wo und wann Luigi sich zum Horst macht, spätestens dann ist man zu weit gegangen. In other News: Ich fahre heute oder morgen für den ganzen Weihnachtsquatsch in die Heimat. Das bedeutet vermutlich, dass sich die Postingfrequenz reduzieren wird (ja, NOCH weiter). Freitag, 19. Oktober 2007Game Review: Cooking MamaHier haben wir ein Spiel der seltsameren Sorte, mal wieder für den Nintendo DS. Außerdem gibt es eine Wii-Version, die auch Spaß macht, aber irgendwie zu ungenau auf den Controller reagiert. Es geht ums kochen, schlicht und einfach. Bei Cooking Mama gibt es ein dutzend Gerichte, die man kochen muss, indem man eine Reihe von Minispielen bewältigt. Die Minispiele sind unterschiedlich schwierig, dauern aber allesamt nicht viel länger als eine Minute. Will man beispielsweise eine Pizza kochen, wird man zuerst einen Teig kneten müssen. Dafür packt man im ersten Spiel ein paar Zutaten in eine Schüssel, im zweiten knetet man den Teig, im dritten rollt man den Teig aus usw. Dabei gibt es Spiele die alleine auf Zeitdruck setzen. Z.B. das Hinzufügen von Zutaten muss ziemlich schnell gehen. Die Reihenfolge muss nämlich eingehalten werden und welche Reihenfolge zu beachten ist, das ist nur zu erkennen, wenn man ein verpixeltes Bild zu interpretieren weiß. Das ist etwas ärgerlich, wenn im Rezept Ingwer und Ei enthalten sind, die sehen nämlich fast gleich aus. Die meisten Spiele aber basieren auf dem skillvollen Einsetzen des Stifts. Hacken, ausrollen, schneiden, kneten, rühren, schälen und so weiter. Alles muss man erledigen, indem man Bewegungen mit dem Stylus nachzieht, was man ziemlich schnell raus hat und ab da nie mehr versagt. Schwieriger ist die letzte Art Spiel, da geht es um "abmessen". Man füllt Wasser in einen Messbecher und leert ihn in einen Topf, der genau (pixelgenau!) bis zu einer Linie voll werden muss. Ganz besonders schlimm allerdings ist ein Minispiel, wo man Paprika füllen muss. Dazu kreist man ein Teil der Füllmasse ein, der dann automatisch in die Paprika transferiert wird. Sollte die Menge nicht ganz genau stimmen, bekommt man kein "Gold", sondern nur "Silber". Und Silber ist böse. Das Spiel hat nämlich kein wirkliches Ziel. Man kann höchstens ein paar neue Rezepte freischalten, indem man die alten Rezepte nacheinander kocht. Ansonsten kann man höchstens versuchen, in jedem Gericht "Gold" zu erreichen. Das bedeutet, dass man jedes einzelne Minispiel perfekt absolviert, was, wie gesagt, meistens schnell in Routine ausartet. Dann gibt es da noch einen Kombinationsmodus, wo man Basisrezepte miteinander kombinieren kann. Meat balls und fried rice zum Beispiel. Leider muss man dafür nur die ganzen Minispiele für beide Rezepte nacheinander ausführen, was alles andere als spannend ist. Zuletzt kann man sich dann noch an einer Art "time attack" versuchen, wo man z.B. verschiedene Dinge hacken oder schneiden muss. Im Vergleich zu allen andere Modi wird das teilweise unschaffbar schwer, denn die Zeit wird mit jeder Stufe immer knapper. Ich vermute, dass die QA Abteilung da nicht mehr so genau hingeschaut hat, ich kann es ihnen nicht verdenken. Insgesamt macht das Spiel durchaus Spaß. Für eine gewisse Zeit. Eine kurze Zeit. Etwa 5-10 Gerichte lang. Spätestens wenn sich die Spiele zum x-ten Mal widerholen hörts aber auf und man fragt sich, ob Cooking Mama nicht eher als Tech Demo für Nintendos neue Eingabegeräte zu verstehen ist.
Game Review: Cooking Mama Geschrieben von Turing
in Geek-Zeug um
16:15
Kommentare (0) Trackbacks (0) Samstag, 25. August 2007EA zeigt RealitätssinnEs geht um dieses Interview mit dem Deutschland Chef von Electronic Arts. Oder wie ich es gerne nenne: Dem Schlimmsten was der Videospiele-Szene passiert ist seit es profilierungssüchtige Politiker gibt. Ich zitiere mal.
Kurz gesagt: Genau das was Nintendo macht. Zum Glück hat der Interviewer seine Hausaufgaben gemacht und hakt nach.
"Da haben Sie recht. Wir haben den Trend komplett verschlafen und haben uns mit unseren faulen Ärschen darauf verlassen dass Sony es schon regeln wird. Jetzt stehen wir natürlich blöd da. Und statt Nintendos Innovationen zu verstehen und auszureizen, haben wir alles mißverstanden und glauben, der Konsument möchte mehr dumme Partyspielchen."
"Iiih.. Kreativität. Seit wann geht es in der Spielebranche um Kreativität? Wir hauen jedes Jahr ein neues Fifa raus, das muss doch wohl wirklich reichen."
"Und bis dahin retten wir uns mit ein paar der oben angesprochenen dummen Partyspielchen und hoffen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Einheitsbrei ohne Gamplay an Fanboys verkaufen können. Die ganzen durch die Wii neu gewonnen Gamer, die ein komplett anderes Verständnis von "Videospiel" haben, ignorieren wir weiter und hoffen aufs Beste."
Kein weiteres Kommentar.
"Ist uns doch egal was die wollen. Wir sind EA!!11 Kreative Spielehersteller sollten froh sein unter uns dienen zu dürfen!" EA widert mich an. Ich hasse diese patriarchale Einstellung. Diese Grundüberzeugung, Spieler bräuchten nur alle paar Monate einen neuen Shooter mit realistischeren Headshots und mehr Polygonen. In jedem Satz dieses Interviews trieft das komplette Unverständnis der aktuellen Situation. Er hat es ja (fast) selber gesagt: Bei der Wii muss man kreativ sein um ein gutes Spiel zu machen, bei der PS3 kann man ein uraltes Spielkonzept nehmen, neue Grafik drauf klatschen und für 60 Euro verkaufen. Nichts ist offensichtlicher, als dass sich Herr Zeitner diese Zeiten zurück wünscht. Ich wünsche seiner Firma den Untergang. Wer übrigens wissen will, wie EAs Innovationen aussehen, |
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